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Corona-News: Überbrückungshilfe wird verlängert, ausgeweitet und vereinfacht

21. September 2020

Die letzten Wochen war es ein wenig "ruhiger" in Sachen "Corona". Jetzt sind die Details zur "Überbrückungshilfe II" veröffentlicht worden.

Die 2. Phase der Überbrückungshilfe umfasst die Fördermonate September bis Dezember 2020. Anträge für die 2. Phase können voraussichtlich ab Oktober gestellt werden. Wichtig: Anträge für die 1. Phase der Überbrückungshilfe (Fördermonate Juni bis August 2020) müssen spätestens bis zum 30. September 2020 gestellt werden. Es ist nicht möglich, nach dem 30. September 2020 rückwirkend einen Antrag für die 1. Phase zu stellen.

Die Überbrückungshilfe wird in den Monaten September bis Dezember fortgesetzt. Dabei werden die Zugangsbedingungen abgesenkt und die Förderung ausgeweitet.

So hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier mitgeteilt, dass es gelungen ist, im verlängerten Programm höhere Förderbeträge für kleine und Kleinstunternehmen durchzusetzen. Die Begrenzung der Förderung für Unternehmen bis zehn Beschäftigte auf maximal 15.000 Euro wird gestrichen. Höhere Fördersätze gibt es auch für Unternehmen, die weiterhin praktisch vollständig still liegen, wie zum Beispiel die Veranstalter- oder Schaustellerbranche. Gute Nachrichten auch für Unternehmen, die zwar wieder geöffnet sind, aber dauerhaft mit reduzierter Kapazität fahren müssen, wie zum Beispiel Gastronomie oder Einzelhandel. Künftig können bereits Unternehmen, deren Umsatz um 30 % gegenüber dem Vorjahr eingebrochen ist, Überbrückungshilfe beantragen.

Dies sind wichtige Neuerungen!

Folgende Änderungen sind am Programm vorgenommen worden:

  • Flexibilisierung der Eintrittsschwelle:
    Zur Antragstellung berechtigt sind künftig Antragsteller, die entweder einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 % in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten oder einen Umsatzeinbruch von mindestens 30% im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnet haben.
  • Ersatzlose Streichung der KMU-Deckelungsbeträge von 9.000 Euro bzw. 15.000 Euro
  • Erhöhung der Fördersätze. Künftig werden erstattet
    90% der Fixkosten bei mehr als 70% Umsatzeinbruch (bisher 80% der Fixkosten),
    60% der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch zwischen 50% und 70% (bisher 50% der Fixkosten) und
    40% der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch von mehr als 30% (bisher bei mehr als 40% Umsatzeinbruch).
  • Die Personalkostenpauschale von 10% der förderfähigen Kosten wird auf 20% erhöht.
  • Bei der Schlussabrechnung sollen künftig Nachzahlungen ebenso möglich sein wie Rückforderungen. Die Antragstellung erfolgt auch im neuen Verfahren über einen „prüfenden Dritten“ (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigter Buchprüfer, Rechtsanwalt).

Weitere Infos zur weiteren Überbrückungshilfe II finden Sie auch auf der Internetseite des Bundesfinanzministeriums:

https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Schlaglichter/Konjunkturpaket/2020-07-08-ueberbrueckungshilfe.htmlk

Bitte prüfen Sie die Zugangsvoraussetzungen. Das Antragsverfahren soll im Oktober starten.

Corona-News: Zweites Corona-Steuerhilfegesetz verabschiedet / Anträge zu Überbrückungshilfen voraussichtlich ab 08.07.2020 möglich

30. Juni 2020

Unmittelbar nach dem Bundestag hat auch der Bundesrat am 29.06.2020 zahlreichen Steuererleichterungen im "Zweiten Corona-Steuerhilfegesetz" zugestimmt.

Das Gesetz wird zum morgigen Mittwoch (01.07.2020) in Kraft treten. Zu den einzelnen Punkte siehe insbesondere auch unsere Newslettern in den vergangenen Wochen.

Die wichtigsten Punkte nochmal kurz zusammen gefasst:

  • Die Umsatzsteuersätze werden befristet vom 1.7.2020 bis zum 31.12.2020 von 19 auf 16 Prozent und von 7 auf 5 Prozent gesenkt, § 28 Abs. 1 bis 3 UStG-E.
  • Für jedes im Jahr 2020 kindergeldberechtigte Kind wird ein Kinderbonus von 300 € gewährt, § 66 Absatz 1 Sätze 2 ff. EStG, § 6 BKGG-E
  • Einführung einer degressiven Abschreibung in Höhe von 25 Prozent, höchstens das 2,5-fache der linearen Abschreibung, für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die in den Jahren 2020 und 2021 angeschafft oder hergestellt werden, § 7 Abs. 2 EStG-E.
  • Die Fälligkeit der Einfuhrumsatzsteuer wird auf den 26. des zweiten auf die Einfuhr folgenden Monats verschoben, § 21 Abs. 3a UStG-E; § 27 Abs. 31 UStG-E.
  • Der steuerliche Verlustrücktrag wird für die Jahre 2020 und 2021 auf 5 Mio. Euro bzw. 10 Mio. Euro (bei Zusammenveranlagung) erweitert, sowie ein Mechanismus eingeführt, um den Verlustrücktrag für 2020 unmittelbar finanzwirksam schon mit der Steuererklärung 2019 nutzbar zu machen, § 10d Absatz 1 Satz 1 EStG-E, §§ 110, 111 EStG-E; § 52 Abs. 18b EStG-E.
  • Zur Vermeidung steuerlicher Nachteile infolge coronabedingter Investitionsausfälle werden die in 2020 endenden Fristen für die Verwendung von Investitionsabzugsbeträgen nach § 7g EStG um ein Jahr verlängert, § 52 Abs. 16 EStG-E.
  • Der Ermäßigungsfaktor in § 35 EStG wird erstmals für den VZ 2020 von 3,8 auf 4,0 angehoben, § 35 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 und 2 EStG-E; § 52 Abs. 35a EStG-E. Demnach erfolgte vielerorts eine vollständige Anrechnung der Gewerbesteuer auf die Einkommensteuer.
  • Einführung von Corona - Überbrückungshilfen (siehe unten)

Corona-Überbrückungshilfe

Im Juli 2020 startet das neue Programm "Überbrückungshilfe" der Bundesregierung. Es ist als Nachfolgeprogramm der Soforthilfe konzipiert.

Die Überbrückungshilfe soll branchenübergreifend kleinen und mittleren Unternehmen gewährt werden, die ihre Geschäftstätigkeit in Folge der Corona-Krise anhaltend vollständig oder zu wesentlichen Teilen einstellen mussten. Eine Einstellung der Geschäftstätigkeit wird angenommen, wenn Umsätze Corona-bedingt im April und Mai 2020 zusammengenommen um mindestens 60 Prozent gegenüber April und Mai 2019 eingebrochen sind. Die Überbrückungshilfe soll den Besonderheiten stark betroffener Branchen Rechnung tragen. Diese sind neben anderen: Unternehmen der Veranstaltungslogistik, des Caterings und der Veranstaltung von Messen, Reisebüros und Reisebusunternehmen, das Hotel- und Gaststättengewerbe, Kneipen, Clubs und Bars sowie Schausteller.

Die Überbrückungshilfe soll ein monatlicher Zuschuss zu den betrieblichen Fixkosten der Monate Juni bis August sein. Entscheidend ist dabei der Umsatzrückgang im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat in unterschiedlichen Staffelungen.

Die Anträge sollen voraussichtlich ab dem 8. Juli 2020 online sein. Sobald der Termin steht werden wir Sie umgehend nochmals informieren.

Die Anträge müssen dabei über Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer gestellt werden. Sofern Sie einen Umsatzrückgang von mindestens 60 Prozent gegenüber April und Mai 2019 vorzuweisen haben, können Sie in der kommenden Woche, sobald die Anträge online sind, die Überbrückungshilfen entsprechend beantragen.

Corona-News: Änderungen der Umsatzsteuersätze für den Zeitraum 01.07. – 31.12.2020 in Deutschland

05. Juni 2020

Mit Beschluss vom 03.06.2020 hat die Regierungskoalition verschiedene Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Folgen beschlossen. Ziel der Maßnahmen ist insbesondere die Stärkung der Konjunktur und der Wirtschaftskraft in Deutschland. Als zentrales Element zur Erreichung dieses Ziels hat die Regierungskoalition beschlossen, dass „[z]ur Stärkung der Binnennachfrage in Deutschland […] befristet vom 1.7.2020 bis zum 31.12.2020 der Mehrwertsteuersatz von 19% auf 16% und von 7% auf 5% gesenkt [wird]“. Ungeachtet der Frage, ob diese befristete Maßnahme die gewünschte Wirkung zeigen kann, führt die Absenkung der Mehrwertsteuersätze für Unternehmen zu einem umfassenden kurzfristigen Handlungsbedarf, insbesondere sind Systeme und Prozesse anzupassen, Verträge zu ändern und die Buchhaltung ist umzustellen. Zugleich ist im Auge zu behalten, dass die Änderungen in sechs Monaten wieder rückgängig zu machen sind. Insbesondere folgende Bereiche sind durch die Steuersatzänderungen betroffen und bedürfen einer kurzfristigen Anpassung:

  • Die verminderten Steuersätze gelten nur für Leistungen, die im Zeitraum 01.07. bis 31.12.2020 (im Folgenden: Übergangszeitraum) ausgeführt werden. Unbeachtlich ist hingegen der Zeitpunkt des Vertragsschlusses, der Rechnungsstellung oder der Zahlung. Sofern der Unternehmer Anzahlungen vor dem 01.07. erhält, die Leistung jedoch im Übergangszeitraum ausgeführt wird, unterfällt das gesamte Entgelt dem verminderten Steuersatz, § 27 Abs. 1 UStG. Dies ist entsprechend auf der zu erstellenden Schlussrechnung zu berücksichtigen.
  • Aus der Gültigkeit der verminderten Steuersätze bis zum 31.12.2020 ergeben sich Änderungen für Jahresleistungen (z.B. Lizenzen). Da diese Leistungen mit Ablauf des vereinbarten Leistungszeitraums als erbracht anzusehen sind, gilt für diese der verminderte Steuersatz des Übergangszeitraums. Dies gilt selbst dann, wenn die Zahlung für das gesamte Jahr bereits vorab geleistet wurde. Insoweit ist eine Anpassung der Zahlung und der Rechnung erforderlich.
  • Das voranstehende Thema gilt gleichermaßen für Anzahlungen im Übergangszeitraum für Leistungen nach dem 31.12.2020.
  • Mitgliedsbeiträge für ein Kalenderjahr unterliegen in 2020 den verminderten Steuersätzen, da die Mitgliedschaft bis 31.12.2020 als an diesem Tag als vollendet gilt.
  • Zeitschriften-Abos sind entsprechend zu prüfen und anzupassen.
  • Für sämtliche Ausgangsrechnungen mit deutscher Steuer sind die Steuersätze anzupassen. Dies hat zur Folge, dass kurzfristig neue Steuerkennzeichen benötigt werden. Zudem ist sicherzustellen, dass die bestehenden Kennzeichen für den Übergangszeitraum nicht verwendet werden.
  • Gleichermaßen sind auch neue Steuerkennzeichen für im Inland steuerbare Reverse-Charge Eingangsleistungen sowie innergemeinschaftliche Erwerbe für den Übergangszeitraum erforderlich.
  • Sämtliche Kassensysteme sind auf die neuen Steuersätze umzustellen.
  • Für die neuen Steuersätze werden neue Konten in der Buchhaltung benötigt.
  • Bei der Rechnungseingangsprüfung ist sicherzustellen, dass auch die Rechnungen der Lieferanten für Leistungen im Übergangszeitraum nur die verminderte Umsatzsteuer ausweisen. Sofern die Umsatzsteuer hingegen auf Basis der bislang gültigen Steuersätze abgerechnet wird, ist zu beachten, dass es sich anteilig um einen Startausweis nach § 14c Abs. 1 UStG handelt. Die zu hoch ausgewiesene Steuer darf daher nicht als Vorsteuer geltend gemacht werden.
  • Da die Steuersatzänderungen sowohl den Regel- als auch den ermäßigten Steuersatz betreffen, ist ein besonderes Augenmerk auf Reisekostenabrechnungen zu richten (z.B. Hotelübernachtung, Bahnticket).
  • Aufgrund der neuen Steuersätze benötigen die Unternehmen neue Kennzeichen für Spesen.
  • Buchungen von Übernachtungen oder Bahnfahrten für Zeiträume ab dem 01.07.2020 führen auch bereits bei Vorabzahlung zu den verminderten Steuersätzen.
  • Die PKW-Überlassung an Mitarbeiter löst für den Übergangszeitraum nur eine Besteuerung mit dem verminderten Steuersatz von 16% aus.
  • Bei Dauerleistungen (insb. Mietverträgen und Leasingverträgen) ist sicherzustellen, dass die Verträge – sofern diese als Rechnungen fungieren – für den Übergangszeitraum angepasst werden. Alternativ sind entsprechende Dauerrechnungen anzupassen.
  • Leasing-Sonderzahlungen sind entsprechend der dann ausgeführten Teilleistungen aufzuteilen.
  • Bei der Ausgabe von Gutscheinen i. S. d. § 3 Abs. 13 UStG ist davon auszugehen, dass ein Gutschein, der sowohl im Übergangszeitraum als auch davor oder danach eingelöst werden kann, kein Einzweckgutschein sein kann, da der anzuwendende Steuersatz nicht feststeht.
  • Bei Jahresboni ist zu beachten, dass der Bonus aufzuteilen ist in Leistungen bis zum 30.06. und Leistungen ab dem 01.07.
  • Soweit aus einer Rechnung für eine vor Beginn des Übergangszeitraums ausgeführte Leistung im Übergangszeitraum Skonto gezogen wird, gilt für den Skontoabzug der bislang anzuwendende Steuersatz. Dies gilt gleichermaßen für den umgekehrten Fall am Ende des Übergangszeitraums.
  • Aufgrund der Regelung in § 29 UStG kann es zu Ausgleichsverpflichtungen zwischen Leistendem und Leistungsempfänger im Fall von langfristigen Verträgen kommen. Hier ist zu prüfen, ob in entsprechenden Verträgen ggf. eine abweichende Vereinbarung getroffen wurde.

Corona-News: Das große Konjunkturpaket - Was wurde beschlossen?

04. Juni 2020

Die Bundesregierung hat das große Konjunkturpaket zur Bekämpfung der Folgen durch Corona bekanntgegeben.

In der "Presse" bzw. in den Nachrichten war insbesondere von der Senkung der Umsatzsteuer von 19 % auf 16 % bzw. von 7 % auf 5 % ab dem 01.07.2020 zu lesen. Doch es wurden noch viele weitere wichtige Themen beschlossen. Nachfolgend stellen wir Ihnen die einzelnen Themen / Maßnahmen im Detail vor:

Das Konjunkturpaket leitet, so titelt die Süddeutsche Zeitung, auch eine Zeitwende ein. So sind die Maßnahmen auf die Zukunft gerichtet und fokussieren neben den wirtschaftlichen Aspekten insbesondere auch den "Klimaschutz".

Deutschland wird kurzfristig in einem Konjunktur- und Krisenbewältigungspaket

  1. die Konjunktur stärken,
  2. Arbeitsplätze erhalten und
  3. die Wirtschaftskraft Deutschlands entfesseln,
  4. im weiteren Verlauf auftretende wirtschaftliche und soziale Härten abfedern,
  5. Länder und Kommunen stärken und
  6. junge Menschen und Familien unterstützen.

Damit Deutschland gestärkt aus der Krise hervorgeht und langfristig erfolgreich ist, wird Deutschland in einem Zukunftspaket

  1. seine Rolle als weltweiter Spitzentechnologieexporteur durch insbesondere digitale Zukunftsinvestitionen und Investitionen in Klimatechnologien stärken und
  2. das Gesundheitswesen stärken und den Schutz vor Pandemien verbessern.

Das Konjunkturpaket umfasst dabei viele Themen aus den Bereichen Steuern, Klima, Digitalisierung und Sozial.

Aus unserer Sicht, ist dieses Programm ein äußerst umfangreiches Programm, welches in vielen Bereichen Chancen darstellt und ein Wachstum einleiten wird.

Zu den wichtigsten Themen wirtschaftlichen und steuerrechtlichen Themen gehören insbesondere die nachfolgenden Punkte.

Senkung der Umsatzsteuer

Zur Stärkung der Binnennachfrage in Deutschland wird befristet vom 1.7.2020 bis zum 31.12.2020 der Mehrwertsteuersatz von 19% auf 16% und von 7% auf 5% gesenkt.

Die Senkung gilt dabei erstmalig für Lieferungen / Leistungen die ab dem 01.07. erbracht werden. Unsere Erachtens nach gilt die Regelung nicht für Leistungen / Lieferung z.B. aus dem Mai/Juni, die im Juli abgerechnet werden (Rechnungsdatum). Entscheidend für die Senkung ist somit das Leistungsdatum ab dem 01.07.2020.

Überbrückungshilfen für Unternehmen

Besonders belastete Branchen und Betriebe bekommen eine zusätzliche Unterstützung in Milliardenhöhe. Geplant sind "Überbrückungshilfen" im Umfang von maximal 25 Milliarden Euro. Ziel ist es, eine Pleitewelle bei kleinen und mittelständischen Unternehmen zu verhindern, deren Umsätze weggebrochen sind.

Die Überbrückungshilfe soll für die Monate Juni bis August gewährt werden. Sie soll für Branchen wie das Hotel- und Gaststättengewerbe, Clubs und Bars, Reisebüros, Schausteller, aber auch Profisportvereine der unteren Ligen gelten. Erstattet werden sollen fixe Betriebskosten bis zu einem Betrag von 150.000 Euro für drei Monate.

Antragsberechtigt sind Unternehmen, deren Umsätze Corona-bedingt in April und Mai 2020 um mindestens 60 % gegenüber April und Mai 2019 rückgängig gewesen sind und deren Umsatzrückgänge in den Monaten Juni bis August 2020 um mindestens 50 % fortdauern.

Bei Unternehmen, die nach April 2019 gegründet worden sind, sind die Monate November und Dezember 2019 heranzuziehen. Erstattet werden bis zu 50 % der fixen Betriebskosten bei einem Umsatzrückgang von mindestens 50 % gegenüber Vorjahresmonat. Bei einem Umsatzrückgang von mehr als 70 % können bis zu 80 % der fixen Betriebskosten erstattet werden.

Der maximale Erstattungsbetrag beträgt 150.000 Euro für drei Monate. Bei Unternehmen bis zu fünf Beschäftigten soll der Erstattungsbetrag 9.000 Euro, bei Unternehmen bis 10 Beschäftigten 15.000 Euro nur in begründeten Ausnahmefällen übersteigen.

Achtung. Damit die Überbrückungshilfen in Anspruch genommen werden können, ist vorgesehen, dass wir als Steuerberater die geltend gemachten Umsatzrückgänge und die fixen Betriebskosten in geeigneter Weise prüfen und bestätigen. Überzahlungen sind zu erstatten. Sobald hier das Verfahren für die Überbrückungshilfen online ist, werden wir Ihnen neue Informationen zu kommen lassen und wir erarbeiten so dann entsprechend gemeinsam die Anträge, da ohne unsere Bestätigung die Inanpsruchnahme der Überbrückungshilfen nicht möglich ist. Die Antragsfristen enden jeweils spätestens am 31.8.2020 und die Auszahlungsfristen am 30.11.2020

Körperschaftsteuer-Modernisierung u.a. für Personengesellschaften

Um die Wettbewerbsbedingungen für Unternehmen zu verbessern, wird das Körperschaftssteuerrecht modernisiert: u.a. durch ein Optionsmodell zur Körperschaftsteuer für Personengesellschaften und die Anhebung des Ermäßigungsfaktors bei Einkünften aus Gewerbebetrieb auf das Vierfache des Gewerbesteuer-Messbetrags.

Sozialabgaben

Infolge der Corona-Krise steigen die Ausgaben in allen Sozialversicherungen. Um eine Steigerung der Lohnnebenkosten zu verhindern, plant die Koalition eine "Sozialgarantie 2021". Die Sozialversicherungsbeiträge sollen bei maximal 40 Prozent stabilisiert werden, durch milliardenschwere Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt. Die Kosten der "Sozialgarantie 2021" werden für 2020 mit 5,3 Milliarden Euro beziffert - für 2021 sind sie laut Koalition noch nicht absehbar. Die Maßnahme soll die Nettoeinkommen der Arbeitnehmer schützen und Arbeitgebern Verlässlichkeit bringen.

Somit verbleibt es bei Arbeitgebernebenkosten beim Lohn von ca. 20 %.

Fälligkeit der Einfuhrumsatzsteuer

Die Fälligkeit der Einfuhrumsatzsteuer wird verschoben auf den 26. des Folgemonats. Dies gibt Unternehmen einen Liquiditätseffekt von ca. 5 Mrd. Euro und ermöglicht den Unternehmen in Deutschland ein „level playing field“ gegenüber vielen europäischen Nachbarn.

Steuerlicher Verlustrücktrag

Der steuerliche Verlustrücktrag wird - gesetzlich - für die Jahre 2020 und 2021 auf maximal 5 Mio. Euro bzw. 10 Mio. Euro (bei Zusammenveranlagung) erweitert. Es wird ein Mechanismus eingeführt, wie dieser Rücktrag unmittelbar finanzwirksam schon in der Steuererklärung 2019 nutzbar gemacht werden kann, z.B. über die Bildung einer steuerlichen Corona-Rücklage. Das schafft schon heute die notwendige Liquidität und ist bürokratiearm zu verwalten. Die Auflösung der Rücklage erfolgt spätestens bis zum Ende des Jahres 2022.

Degressive Abschreibung

Als steuerlicher Investitionsanreiz wird eine degressive Abschreibung für Abnutzung (AfA) mit dem Faktor 2,5 gegenüber der derzeit geltenden AfA und maximal 25% Prozent pro Jahr für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens in den Steuerjahren 2020 und 2021 eingeführt.

Demnach können Wirtschaftsgüter zukünftig über eine kürzere Nutzungsdauer abgeschrieben werden, wobei gerade in den ersten 2 Jahren erhöhte Abschreibungsbeträge (gewinnmindernd) in Anspruch genommen werden können.

Kinderbonus

Mit einem einmaligen Kinderbonus von 300 Euro pro Kind für jedes kindergeldberechtigtes Kind werden die besonders von den Einschränkungen betroffenen Familien unterstützt. Dieser Bonus wird mit dem steuerlichen Kinderfreibetrag vergleichbar dem Kindergeld verrechnet. Er wird nicht auf die Grundsicherung angerechnet.

Entlastungsbetrag für Alleinerziehende

Auf Grund des höheren Betreuungsaufwand gerade für Alleinerziehende in Zeiten von Corona und den damit verursachten Aufwendungen wird befristet auf 2 Jahre der Entlastungsbeitrag für Alleinerziehende von derzeit 1.908 Euro auf 4.000 Euro für die Jahre 2020 und 2021 angehoben und damit mehr als verdoppelt.

Autofahrer und Autobranche

Die Große Koalition entschied sich gegen eine Kaufprämie für abgasarme Benziner und Dieselautos - Pläne dafür waren heftig umstritten. Die SPD-Spitze war dagegen. Die Nachfrage nach Benzinern und Dieselautos solle mit der niedrigeren Mehrwertsteuer angekurbelt werden, wie Söder deutlich machte. Die Spitzen von Union und SPD beschlossen allerdings deutlich höhere Prämien für Elektroautos.

Die Förderung des Bundes für die bestehende "Umweltprämie" soll befristet bis Ende 2021 für E-Fahrzeuge mit einem Nettolistenpreis von bis zu 40.000 Euro von 3000 auf 6000 Euro steigen. Dazu kommt eine Förderung der Hersteller. Die Koalition plant außerdem, zusätzlich 2,5 Milliarden Euro in den Ausbau des Ladenetzes für E-Autos zu stecken sowie für die Förderung von Forschung und Entwicklung etwa bei der Batteriezellfertigung.

Für Zukunftsinvestitionen der Hersteller und der Zulieferindustrie soll für die Jahre 2020 und 2021 ein "Bonus-Programm" in Höhe von zwei Milliarden Euro aufgelegt werden. Die Autobranche befindet sich in einem Umbruch hin zu alternativen Antrieben, dazu kommt der digitale Wandel.

Zu den Profiteuren des Pakets gehört die Elektromobilität. Käufer von E-Autos profitieren bis Ende 2021 von einer von 6000 auf 9000 Euro erhöhten Kaufprämie und einer Kfz-Steuerbefreiung bis 2030.

Stromkunden

Bürger und Unternehmen sollen bei den Stromkosten entlastet werden. Dafür soll die EEG-Umlage zur Förderung von Ökostrom-Anlagen ab 2021 durch Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt abgesenkt werden. Die Umlage droht vor dem Hintergrund der Corona-Krise stark anzusteigen.

Sie soll nun 2021 bei 6,5 Cent pro Kilowattstunde liegen und 2022 bei 6 Cent - derzeit liegt die Umlage, die Bürger über die Stromrechnung bezahlen, bei 6,76 Cent. Ohne Gegensteuern dürfte sie Experten zufolge im kommenden Jahr aber deutlich höher liegen.

Mitarbeiterbeteiligungen am Unternehmen

Um die Potenziale eines gut regulierten, modernen und effizienten Kapitalmarkts zu nutzen und Deutschland als Standort für Investitionen in Zukunfts- und Wachstumsunternehmen zu stärken, werden die Möglichkeiten für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen verbessern, sich an ihren Unternehmen zu beteiligen. Dabei werden wir auch auf die besondere Situation 3 von Startup-Unternehmen eingehen und eine für diese attraktive Möglichkeit der Mitarbeiterbeteilung schaffen.

Insolvenzrecht - Verkürzung der Entschuldungsverfahren

Die Corona-Pandemie kann dazu führen, dass viele Unternehmen unverschuldet in finanzielle Schieflage geraten. Mit den zahlreichen Unterstützungsmaßnahmen helfen wir den Unternehmen, Insolvenzen zu vermeiden. Wo dies trotz aller Anstrengungen nicht möglich ist, soll ein schneller Neustart nach einer Insolvenz erleichtert werden. Deshalb soll das Entschuldungsverfahren für natürliche Personen auf drei Jahre verkürzt werden, flankiert durch ausreichende Maßnahmen zur Missbrauchsvermeidung. Die Verkürzung soll für Verbraucher befristet sein und das Antragsverhalten der Schuldner soll nach einem angemessenen Zeitraum evaluiert werden, dies auch im Hinblick auf etwaige negative Auswirkungen auf das Zahlungs- und Wirtschaftsverhalten. Im Bereich der Unternehmensinsolvenzen soll ein vorinsolvenzliches Restrukturierungsverfahren eingeführt werden.

Förderung der Ausbildung

Der Lernerfolg von Auszubildenden soll auch in der Pandemie nicht gefährdet werden. KMU, die ihr Ausbildungsplatzangebot 2020 im Vergleich zu den drei Vorjahren nicht verringern, erhalten für jeden neu geschlossenen Ausbildungsvertrag eine einmalige Prämie in Höhe von 2.000 Euro, die nach Ende der Probezeit ausgezahlt wird. Solche Unternehmen, die das Angebot sogar erhöhen, erhalten für die zusätzlichen Ausbildungsverträge 3.000 Euro.

Die weiteren Maßnahmen und Themen können von Ihnen auch direkt im offiziellen Beschluss der Bundesregierung nachgelesen werden:
https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Schlaglichter/Konjunkturpaket/2020-06-03-eckpunktepapier.pdf?__blob=publicationFile&v=8

Wir hoffen wir konnten Ihnen einen ersten Eindruck von den wichtigsten Themen vermitteln.

Corona-News: BAFA stellt Förderung in Höhe von 4.000 Euro ein

27. Mai 2020

Im April hatte die BAFA ein Förderprogramm herausgebracht, mit welchem Beratungsleistungen in Sachen Corona in Höhe von bis zu 4.000 Euro gefördert werden sollten. Leider wurde mehrfach von unseriösen Beratern versucht das Programm auszunutzen. Aufgrund dessen wurde das Förderprogramm nun mehr leider eingestellt.

Nähere Infos auch im folgenden Artikel der Süddeutschen Zeitung:
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/corona-hilfe-betrug-unternehmen-1.4907504

Nunmehr gab es die offizielle Bestätigung seitens der BAFA, dass das Programm eingestellt worden ist.

Corona-News: Kurzarbeitergeld und die Auswirkungen auf die Einkommensteuererklärung 2020

12. Mai 2020

Durch die Corona Krise gibt es in Deutschland so viel Kurzarbeit wie noch nie. Die Agentur für Arbeit meldet Ende April 10,1 Millionen Arbeitnehmer, die in Kurzarbeit geschickt wurden. Doch welche Auswirkungen hat der Bezug von Kurzarbeitergeld, für den Arbeitnehmer, vor allem in Hinsicht auf seine private Steuer. Dies haben wir Ihnen in den folgenden Punkten erörtert und dargestellt.

Welche steuerlichen Auswirkungen hat eigentlich der Bezug von Kurzarbeitergeld?

Die Hilfe von der Agentur für Arbeit wird zwar steuerfrei ausbezahlt, jedoch unterliegt das Kurzarbeitergeld dem sogenannten „Progressionsvorbehalt“. Viele Kurzarbeiter sollten sich darauf einstellen, im kommenden Jahr eine Einkommensteuererklärung für das Jahr 2020 zu erstellen und eventuell Steuern nachzuzahlen. Denn wer Entgeltersatzleistungen von mehr als 410€ im Jahr erhalten hat, ist verpflichtet eine Einkommensteuererklärung bei seinem Finanzamt einzureichen. Dies gilt nicht nur für Arbeitslosengeld und KUG, sondern auch für Kranken- und Elterngeld.

Warum kann der Progressionsvorbehalt zu Steuernachzahlungen führen?

Als erstes wird bei der Berechnung des Steuersatzes das zu versteuernde Einkommen ermittelt. Danach wird das Kurzarbeitergeld hinzugerechnet. Aus dieser Summe wird der neue Steuersatz ermittelt. Somit fällt der Steuersatz durch die KUG Zahlungen höher aus. Mit diesem Steuersatz wird dann das steuerpflichtige Einkommen besteuert. Der Progressionsvorbehalt kann also dazu führen, dass viele Arbeitnehmer im Jahr 2021 für das Jahr 2020 Steuern nachzahlen müssen.

Wie kann der Arbeitgeber finanzielle Nachteile abmildern?

Um die finanziellen Nachteile auszugleichen, die einem Arbeitnehmer durch das Kurzarbeitergeld entstehen, kann der Arbeitgeber einen Zuschuss zum KUG gewähren. Dieser ist bis zu 80 % des ausgefallenen Lohnes steuerpflichtig ABER dafür sozialversicherungsfrei.

Gibt es weitere Auswirkungen durch den Bezug von Kurzarbeitergeld?

Leider hat Kurzarbeitergeld auch eine Auswirkung auf die späteren Rentenbezüge. Die Beiträge zur Rentenversicherung bemessen sich beim Bezug von Kurzarbeitergeld am Nettolohn. Die niedrigeren Beiträge führen später zu verringerten Rentenzahlungen.

Corona-News: Regierung beschließt erstes Corona-Steuerhilfegesetz

08. Mai 2020

Die Bundesregierung hat am 6.5.2020 den Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung steuerlicher Hilfsmaßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise (Corona-Steuerhilfegesetz) beschlossen.

Der Gesetzentwurf umfasst folgende Hilfsmaßnahmen:

  • Der Umsatzsteuersatz wird für nach dem 30.6.2020 und vor dem 1.7.2021 erbrachte Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen mit Ausnahme der Abgabe von Getränken von 19 Prozent auf 7 Prozent abgesenkt.
  • Zuschüsse des Arbeitgebers zum Kurzarbeitergeld und zum Saison-Kurzarbeitergeld für Lohnzahlungszeiträume, die nach dem 29. Februar 2020 beginnen und vor dem 1.1.2021 enden, werden entsprechend der sozialversicherungsrechtlichen Behandlung bis 80 Prozent des Unterschiedsbetrages zwischen dem Soll-Entgelt und dem Ist-Entgelt steuerfrei gestellt.
  • Die bisherige Übergangsregelung in § 27 UStG zur Umsatzbesteuerung von juristischen Personen des öffentlichen Rechts (§ 2b UStG) wird bis zum 31.12.2022 verlängert.
  • Im Umwandlungsgesetz wurden aufgrund der Corona-Pandemie vorübergehend Fristen verlängert. Diese Fristverlängerungen werden nun im Umwandlungssteuergesetz für die in § 9 und § 20 UmwStG geregelten steuerlichen Rückwirkungszeiträume nachvollzogen, um einen Gleichlauf der Fristen zu gewährleisten.

Dem Vernehmen nach soll das Gesetz bereits in der nächsten Woche in erster Lesung im Bundestag beraten werden. Die 2./3. Lesung soll in der 22. KW folgen, sodass eine Verabschiedung durch den Bundesrat bereits im Juni 2020 möglich ist.

Corona-News: Kurzarbeitergeld und Umsatzsteuer

23. April 2020

Es gibt zwei positive Neuigkeiten:

Am Mittwoch, den 22.04.2020, saß die Bundesregierung zusammen und hat folgende Beschlüsse bekanntgegeben:

Anhebung des Kurzarbeitergeldes:

Das Kurzarbeitergeld soll für Angestellte, für die sich die Arbeitszeit um mindestens 50 % reduziert hat wie folgt angehoben werden:

  • Ab dem 4. Monat auf 70 % bzw. 77 %
  • Ab dem 7. Monat auf 80 % bzw. 87 %

Diese Regelung wird bis zum 31.12.2020 gelten.

Außerdem werden ab 01. Mai 2020 die Möglichkeiten für bereits bestehende Hinzuverdienste bei Kurzarbeit erweitert. Die Hinzuverdienstgrenze wird bis zur vollen Höhe des bisherigen Monatseinkommens für alle Berufe möglich sein.

Vorübergehende Senkung des Umsatzsteuersatzes für Hotels und Gastronomie:

Die Umsatzsteuer für Speisen in Gaststätten wird am dem 1. Juli 2020 befristet bis zum 30. Juni 2021 auf den ermäßigten Steuersatz von 7 % gesenkt.

Bitte denken Sie unbedingt an die Umstellung auch in Ihrem Kassensystem!

Corona-News: Hamburger Corona Soforthilfe – Modul innovative Startups (HCS InnoStartup)

21. April 2020

In den letzten Wochen haben die Bundesregierung und die einzelnen Länder umfangreiche Soforthilfe für Unternehmen an den Start gebracht.

Schwierig ist die aktuelle Zeit gerade auch für viele junge innovative StartUps.

Aus diesem Grunde hat die IFB Hamburg am gestrigen Montag ein neues weiteres Förderprogramm an den Start gebracht. Mit diesem Programm wird ein zusätzlicher, bedingt rückzahlbaren Zuschuss für innovative, wachstumsorientierte Startups aus Hamburg an, die infolge der Corona-Krise seit dem 11.03.2020 in eine existenzgefährdende Wirtschaftslage geraten sind, geschaffen.

Die Voraussetzungen für die Gewährung des Zuschusses sind sehr umfangreich, werden aber dennoch von vielen jungen und vor allem innovativen StartUps erfüllt. Ganz entscheidend ist die Thematik der Innovation. Diese muss zwingend vorliegen!

Bitte prüfen Sie daher die folgenden Voraussetzungen:

Antragsberechtigt bei der Hamburger Corona Soforthilfe - Modul für innovative Startups (HCS InnoStartup) sind innovative, wachstumsorientierte Startups, die die nachfolgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • die Tätigkeit wird von einem Unternehmenssitz oder einer bestehenden wesentlichen Betriebsstätte in Hamburg aus ausgeführt
  • maximal 50 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent zum Stichtag 11.03.2020)
  • Rechtsform einer Kapitalgesellschaft
  • am 15.04.2020 maximal 8 Jahre alt (es gilt das Datum des Eintrags im Handelsregister)
  • nicht im Mehrheitsbesitz (über 50% der Anteile oder der Stimmrechte) eines anderen Unternehmens (ausgenommen sind Investmentvehikel, die jeweils zu 100 % im Besitz eines mittelbaren Anteilseigners/Gründers sind)
  • hat bereits eine Förderung nach dem Programm „Hamburger Corona Soforthilfe“ (HCS) erhalten.
  • Geschäftsmodell basiert auf einer vom Unternehmen getätigten innovativen Eigenentwicklung
  • eine der nachfolgenden Bedingungen:
    • hat vor dem 15.04.2020 Beteiligungskapital in Form offener Beteiligungen oder Wandeldarlehen, die eine Wandlung in eine offene Beteiligung explizit vorsehen, in Höhe von mindestens 10.000 Euro extern eingeworben oder
    • hat vor dem 15.04.2020 mindestens eine staatliche Förderung für innovative Startups in Höhe von mindestens 10.000 Euro erhalten (z. B. EXIST, InnoFounder, InnoRampUp, Innovationsstarter Fonds Hamburg und High-Tech Gründerfonds)

Wie hoch fällt die Förderung aus?

Die Förderung wird als pauschaler, bedingt-rückzahlbarer Zuschuss zusätzlich zu normalen Hamburger Corona Soforthilfe (HCS) gewährt. Die Höhe der Förderung ist gestaffelt nach der Zahl der Mitarbeiter in Vollzeitäquivalenten (VZÄ).

  • 1 bis 2 Mitarbeiter: 12.500 €
  • mehr als 2 bis 5 Mitarbeiter: 25.000 €
  • mehr als 5 bis 10 Mitarbeiter: 50.000 €
  • mehr als 10 bis 50 Mitarbeiter: 100.000 €

Wann ist der Zuschuss zurückzuzahlen:

Die Fördermittel sind zurückzuzahlen, wenn der Zuwendungsempfänger innerhalb von 10 Jahren nach Gewährung der Förderung seinen Status als kleines und mittleres Unternehmen (KMU) infolge des Erwerbs von 25 % oder mehr der Geschäftsanteile oder der Stimmrechte durch ein Nicht-KMU verliert oder ein Exit (siehe Förderrichtlinie für detailliertere Definition) erfolgt. In diesen Fällen sind die Fördermittel in einer Summe zurückzuzahlen, zzgl. einer jährlichen Verzinsung mit fünf Prozentpunkten über dem Basiszinssatz rückwirkend ab dem Tag der Gewährung der Förderung.

Lassen Sie uns gerne gemeinsam prüfen, ob Sie antragsberechtigt sind. Der Antrag kann auf folgender Internetseite gestellt werden:
https://www.ifbhh.de/foerderprogramm/hcs-innostartup

Corona-News: Neuigkeiten im Lohn- und Gehaltsbereich

17. April 2020

Die Bundesregierung hat die Maßnahmen zur Auflockerung nach Corona bekanntgegeben.

Im Zuge der gesamten Gesetzgebungsmaßnahmen hat der Staat auch wichtige Änderungen im Bereich des Lohnsteuer- und Arbeitsrecht vorgenommen, die nicht nur für Corona betroffene relevant sind, sondern für alle Unternehmen gelten.

Folgende wichtige Neuigkeiten sind zu berücksichtigen:

  • Hinzuverdienst während Kurzarbeit: Nimmt ein Arbeitnehmer während des Bezuges von Kurzarbeitergeld eine Nebentätigkeit auf, kürz der Hinzuverdienst das Kurzarbeitergeld. Das gilt nicht für Nebentätigkeiten, die vor Beginn der Kurarbeit aufgenommen wurden
    • Ausnahme: die Nebentätigkeit wird in einem systemrelevanten Beruf oder einer systemrelevanten Branche ausgeübt wie z. B.: Energie, Wasser & Entsorgung, Ernährung & Hygiene, Gesundheit, Informationstechnik & Telekommunikation, Finanz- & Wirtschaftswesen, Transport & Verkehr, Medien, staatliche Verwaltung, Schulen, Kinder- & Jugendhilfe, Behindertenhilfe.
  • Ausweitung der Zeitgrenzen für kurzfristig Beschäftigte: Übergangsweise werden im Zeitraum vom 01.03. – 31.10.2020 die Zeitgrenzen von drei Monaten oder 70 Arbeitstagen auf fünf Monate oder 115 Arbeitstage angehoben. Unverändert bleibt, dass eine kurzfristige Beschäftigung nicht berufsmäßig ausgeübt werden darf. Zur Überprüfung der Einhaltung der neuen Grenzen sind auch hier die Vorbeschäftigungszeiten zu berücksichtigen
  • Unvorhersehbares Überschreiten bei geringfügig Beschäftigten: die geänderte Zeitgrenze von fünf Monaten bei den kurzfristig Beschäftigten gilt analog auch bei den geringfügig Beschäftigten. Aber auch hier gilt weiterhin: es muss sich um ein vorübergehendes und unvorhersehbares Überschreiten der Entgeltgrenze von 450 Euro handeln
  • Hinzuverdienst bei Rentnern: Mit dem Sozialschutzpaket dürfen Rentner, die die Regelsaltersgrenze noch nicht erreicht haben, mehr hinzuverdienen. Bisher galt eine Hinzuverdienstgrenze von 6.300 Euro im Kalenderjahr. Im Kalenderjahr 2020 dürfen Rentner bis zu 44.590 Euro hinzuverdienen.
  • Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz für erwerbstätige Sorgeberechtigte von Kindern: Wenn Eltern ihrer Erwerbstätigkeit nicht nachgehen können, weil Betreuungseinrichtungen oder Schulen auf behördliche Anordnung geschlossen wurden und Ihnen keine weiteren Betreuungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, haben sie für den entstandenen Verdienstausfall Anspruch auf eine Entschädigungszahlung in Höhe von 67% des Nettoeinkommens. Die Entschädigung wird längstens bis sechs Wochen gewährt und ist auf einen monatlichen Höchstbetrag von 2.016 Euro begrenzt. Bevor die Entschädigungszahlung beantragt werden kann, muss sichergestellt sein, dass Arbeitszeitguthaben abgebaut wurde, es keine andere Möglichkeit der Arbeitsausübung gibt und kein Anspruch auf Kurzarbeit besteht. Die Auszahlung erfolgt über den Arbeitgeber. Der wiederum kann bei der zuständigen Landesbehörde einen Erstattungsantrag stellen. Die Regelung gilt für den Zeitraum vom 30.03. – 31.12.2020
  • Kurzarbeitergeld wird unter Vorbehalt der Nachprüfung ausbezahlt und zu Unrecht erhaltenes Kurzarbeitergeld muss zurückgezahlt werden

Bei Fragen zur Umsetzung melden Sie sich jederzeit gerne bei uns.

Corona-News: Kfw Schnellkredit ab 15.04. und Liquiditätsplanung

14. April 2020

Es vergeht kein Tag, in dem nicht ein Corona-Förderprogramm geändert oder neu aufgelegt wird. Was gestern galt, kann morgen Makulatur sein.

Am Mittwoch (15.04) können die KfW-Schnellkredite bei Ihrer Hausbank beantragt werden.

KfW-Schnellkredite

Für Anschaffungen (Investitionen) und laufende Kosten (Betriebsmittel) können Unternehmen ab dem 15.04. den neuen KfW-Schnellkredit 2020 beantragen. Der Kredit wird zu 100 % abgesichert durch eine Garantie des Bundes. Das erhöht Ihre Chance deutlich, eine Kreditzusage zu erhalten.

Die wichtigsten Fakten

  • Für Anschaffungen und laufende Kosten
  • Kleinere und große Kreditbeträge – bis zu 800.000 Euro
  • Bis zu 10 Jahre Zeit für die Rückzahlung, 2 Jahre keine Tilgung
  • Die KfW übernimmt 100 % des Bankenrisikos

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/Erweitern-Festigen/F%C3%B6rderprodukte/KfW-Schnellkredit-(078)/

Liquiditätsplanung

Am Ostermontag hat die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina Ihre Empfehlungen zu einem möglichen "Start" nach Corona bekanntgegeben. So wird am morgigen Mittwoch die Bundesregierung über das weitere Vorgehen beratschlagen. Es kann zu hoffen sein, dass die Einschränkungen für die Wirtschaft langsam wieder aufgehoben werden. Damit Sie sich hier gut aufstellen und wieder operativ an den Start gehen können, sollten Sie unbedingt vorab ein gute Liquiditätsplanung vornehmen.

Zu diesem Thema haben wir ein kleines einfaches Video aufgenommen. Wir würden uns freuen, wenn Sie das Video bei Gefallen teilen. Das Video finden Sie bei Youtube unter:
https://youtu.be/y9y2YwPSfxQ

Corona-News: Bundesregierung beschließt weitergehenden KfW-Schnellkredit für den Mittelstand und Bonuszahlungen

6. April 2020

Bundesfinanzminister Olaf Scholz und Wirtschaftsminister Peter Altmaier haben verkündet, dass sog. Schnellkredite kommen werden.

Schnellkredite

Die Bundesregierung hat die Erleichterungen für den Mittelstand bekräftigt, damit kleinere Firmen in der Coronakrise schneller an dringend benötigte Hilfskredite kommen. Banken müssten künftig nicht mehr prüfen, ob die Unternehmen als Kreditnehmer eine wirtschaftliche Perspektive hätten, sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz am Montag in Berlin.

Der Staat übernehme das Ausfallrisiko bei Krediten in Höhe von bis zu 800.000 Euro komplett.

Die KfW-Schnellkredite für den Mittelstand umfassen im Kern folgende Maßnahmen:

Unter der Voraussetzung, dass ein mittelständisches Unternehmen im Jahr 2019 oder im Durchschnitt der letzten drei Jahre einen Gewinn ausgewiesen hat, soll ein „Sofortkredit“ mit folgenden Eckpunkten gewährt werden:

  • Der Schnellkredit steht mittelständischen Unternehmen mit mehr als 10 Beschäftigten zur Verfügung, die mindestens seit 1. Januar 2019 am Markt aktiv gewesen sind.
  • Das Kreditvolumen pro Unternehmen beträgt bis zu 3 Monatsumsätzen des Jahres 2019, maximal 800.000 Euro für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl über 50 Mitarbeitern, maximal 500.000 Euro für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl von bis zu 50.
  • Das Unternehmen darf zum 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten gewesen sein und muss zu diesem Zeitpunkt geordnete wirtschaftliche Verhältnisse aufweisen.
  • Zinssatz in Höhe von aktuell 3% mit Laufzeit 10 Jahre.
  • Die Bank erhält eine Haftungsfreistellung in Höhe von 100% durch die KfW, abgesichert durch eine Garantie des Bundes.
  • Die Kreditbewilligung erfolgt ohne weitere Kreditrisikoprüfung durch die Bank oder die KfW. Hierdurch kann der Kredit schnell bewilligt werden.

Bonuszahlungen

Darüber hinaus anbei noch eine Information zu möglichen steuerfreien Bonuszahlungen:

Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat eine Regelung angekündigt, dass solche Zahlungen bis zu 1.500 Euro in diesem Jahr steuerfrei sind. Damit sollen diese Zahlungen zu 100 % bei den Mitarbeitern ankommen.

Eine Beschränkung auf bestimmte Berufsgruppen (z.B. die sog. „systemrelevanten Berufe“) soll es dabei nicht geben.

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber können ihren Beschäftigten nun Beihilfen und Unterstützungen bis zu einem Betrag von 1.500 Euro im Jahr 2020 steuerfrei auszahlen oder als Sachlohn gewähren.

Dazu zählt beispielsweise auch ein Zuschuss des Arbeitgebers zum Kurzarbeitergeld. Voraussetzung ist, dass Beihilfen und Unterstützungen zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn geleistet werden.

Derzeit ist der Informationsstand dazu von Freitag, den 3. April 2020. Sobald neue Informationen vorliegen, insbesondere ein hierzu angekündigtes Schreiben des BMF mit den konkreten Verfahrensvorschriften, werden wir Sie wieder informieren.

Wir empfehlen Ihnen daher, von sich aus diese Förderung noch nicht mit Ihren Mitarbeitern zu erörtern und bei Rückfragen der Mitarbeiter selbst, auf das o.a. ausstehende Schreiben des BMF zu verweisen.

Erst wenn die Regelungen entsprechend umgesetzt ist, kann die Auszahlung an die Mitarbeiter erfolgen.

Corona-News: 100 % Zuschuss bei Beratung in der Corona-Krise möglich

3. April 2020

Nachdem die einzelnen Bundesländer und der Bund erste Hilfspakete mit Zuschüsse aufgestellt haben, haben wir in den letzten Tage viele Telefonate mit der BAFA geführt.

Bisher konnte Unternehmensberatung durch die BAFA gefördert werden. Diese Förderung unterlag einem komplizierten Antragsverfahren und war nur mit Erfüllung umfangreicher Punkte gegeben. Bisher musste auch noch vorab ein Gespräch vorab mit der BAFA geführt werden.

Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat mit sofortiger Wirkung (zum 3. April 2020) eine neues wichtiges Modul eingeführt.

Was ist hier die Besonderheit:

Beratungsleistungen können mit einem Zuschuss in Höhe von 100%, maximal jedoch 4.000 Euro, der in Rechnung gestellten Beratungskosten gefördert werden (Vollfinanzierung). Lediglich die Umsatzsteuer muss vom Unternehmen bezahlt werden.

Dies hat zur Konsequenz, dass alle Leistungen die unter anderem wir als Ihr Steuerberater an Sie erbringen förderungsfähig und somit in voller Höhe bezuschusst werden.

Anträge auf Förderung einer Beratung nach diesen Bestimmungen können ab dem 3. April 2020 bis spätestens zum 31. Dezember 2020 gestellt werden

Damit eine Förderung möglich ist, müssen wir als Berater einen Beratungsbericht erstellen, in welchem wir die konkreten Auswirkungen im Zusammenhang mit der "Corona-Krise" auf Ihr Unternehmen und insbesondere die dagegen zu ergreifenden Maßnahmen und Handlungsempfehlungen nachvollziehbar darstellen.

Damit die Förderung bzw. der 100 %ige Zuschuss gewährt wird, bitten wir Sie den Antrag auf Förderung auf der Webseite der BAFA zu stellen. Hier kommen Sie zum Antrag:
https://fms.bafa.de/BafaFrame/unternehmensberatung

Hinweise zum Ausfüllen des Antrages:

  1. Bitte tragen Sie die Daten von Ihrem Unternehmen ein.
  2. Jungunternehmen / Bestandsunternehmen: Ein jung Unternehmen liegt vor, wenn es innerhalb der letzten drei Jahre gegründet worden ist.
  3. Bitte machen Sie die Angaben zu Ihrem Berater.
  4. Anzahl der Beschäftige
  5. Bilanzsumme siehe letzte Bilanz / bei Einnahmeüberschuss-Rechnung Feld bitte leer lassen
  6. Umsatz siehe BWA 12/2019 oder letzten Jahresabschluss
  7. Bitte laden Sie eine Stellungnahme hoch, warum Sie von der Corona-Pandemie wirtschaftlich betroffen sind

Gerne stehen wir Ihnen beim Ausfüllen des Antrages jederzeit zur Verfügung.

Bitte teilen Sie uns mit, sobald Sie den Antrag ausgefüllt und abgesendet haben. Binnen der kommenden 1-2 Wochen sollten Sie hier dann einen entsprechenden Bewilligungsbescheid von der BAFA erhalten.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie diesen Antrag ausfüllen, so dass Sie auch hier von diesem bisher noch nicht stark verbreiteten Zuschuss vollständig profitieren können.

Corona-News: IFB neue Definition

3. April 2020

Die IFB Hamburg hat erneut die FAQs geändert.

Wir bitten Sie, diese weiterhin zu beachten. Demnach liegt ein Liquiditätsengpass nunmehr nach folgender Definition vor:
https://www.ifbhh.de/api/services/document/2157

So wird nunmehr zwischen Unternehmen mit bis zu 10 Mitarbeitern und mit mehr als 10 Mitarbeiterin differenziert:


Bis 10 Mitarbeitern

  • Berechnet wird der Liquiditätsengpass für den Zeitraum von drei Monaten aus der Summe von laufenden Gesamtbetriebskosten und gewerblicher Miete sowie Tilgungen abzüglich verfügbarer liquider Mittel. Hierbei sollen grundsätzlich jeweils die im Normalverlauf anstehenden, zahlungswirksamen Bruttobeträge angesetzt werden.
  • Als verfügbare liquide Mittel gelten insbesondere die fortlaufenden Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb/Umsätzen, nicht jedoch Rücklagen für anstehende Steuerzahlungen.
  • Vorhandene Kreditlinien sind bei den verfügbaren liquiden Mitteln nicht zu berücksichtigen.
  • Zwar stellen Guthaben auf geschäftlichen Konten (inkl. Tages- und Termingeld) grundsätzlich auch verfügbare liquide Mittel dar, sie stehen einer Beantragung aber nicht entgegen, soweit die vom Antragsteller anzustellende Prognose für die nächsten drei Monate zur Einschätzung gelangt, dass ein Liquiditätsengpass bei unterstellter Fortdauer der Corona-Krise und der Einschränkung der Geschäftstätigkeit zumindest möglich ist bzw. nicht ausgeschlossen werden kann. Diese Einschätzung liegt in der Sphäre des Antragstellers; es werden keine strengen Anforderungen an die Darlegung des aktuellen und insbesondere des geschätzten zukünftigen Liquiditätsengpasses gestellt.

Fazit:
Das Bankguthaben ist nicht mehr komplett ausschlaggebend! Somit kann auch bei verfügbarer Liquidität ein Antrag gestellt werden, sofern Sie von den Auswirkungen von Corona betroffen. Dies gilt jedoch nicht, wenn Sie über ein hohe Reserve verfügen, mit welcher Sie die kommenden Monate "problemlos" auskommen.


Mit mehr als 10 Mitarbeitern

  • Berechnet wird der Liquiditätsengpass für den Zeitraum von drei Monaten aus der Summe von laufenden Gesamtbetriebskosten und gewerblicher Miete sowie nicht stundungsfähigen Tilgungen abzüglich verfügbarer liquider Mittel.
  • Hierbei sind jeweils die zahlungswirksamen Bruttobeträge anzusetzen. Als verfügbare liquide Mittel gelten insbesondere die fortlaufenden Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb/Umsätzen, aber auch Guthaben auf geschäftlichen Konten (inkl. Tages- und Termingeld) sowie bereits vorhandene Kreditlinien, nicht jedoch Rücklagen für anstehende Steuerzahlungen.

Fazit:
Hier ist das Bankguthaben weiterhin zu berücksichtigen bei der Berechnung des Engpasses.